Große Männer – Kleine Stadt

Hans Dieter Zimmermann erinnert in „Französische Hauptstadt, deutsche Provinz“ wie Proust einst seine Heimat besuchte

BadezeitungWer sich mit der Ge­schich­te Kreuz­nachs be­schäf­tigt, in­ter­es­siert sich nicht für Proust, wer sich mit Proust be­fasst, dem ist die­se Kur­stadt nicht wichtig.“

Die­ses eher als Lü­cke denn als Miss­stand zu be­zeich­nen­de Ku­rio­sum der Stadt­ge­schich­te ent­hüllt Hans Die­ter Zim­mer­mann mit sei­ner im Rim­baud-Ver­lag vor­lie­gen­den Mo­no­gra­phie. Ihr Un­ter­ti­tel „Mar­cel Proust und der gro­ße Krieg – Bad Kreuz­nach und das kai­ser­li­che Haupt­quar­tier“ weist auf die bei­den his­to­ri­schen Er­eig­nis­se, die der Au­tor in sei­nem zwei­ge­teil­ten Werk zum Ge­gen­stand macht.

Im Spät­som­mer 1897 be­glei­te­ten der 26jährige Mar­cel Proust und sein Bru­der Ro­bert ih­re Mut­ter zu ei­nem Kur­auf­ent­halt nach Kreuz­nach. Sie lo­gier­ten im Ho­tel Ora­ni­en­hof, das 20 Jah­re spä­ter der „Gro­ße Män­ner – Klei­ne Stadt“ wei­ter­le­sen

Buon Viaggio e Bella Giornata con Trenitalia

In „Italien in vollen Zügen“ schildert Tim Parks die Tücken und Freuden der italienischen Eisenbahn

Parks, zügen

INTERCITYSeiZe­roOt­toUGO FOSCOLO! – di-pri­ma-e-se­con­da-clas­se – del­le ore – se­di­ci – e – Ze­ro – cin­que – con­ser­vi­ziod­iris­tor­an­tee­mi­ni­bar – per – VENEZIA SANTA LUCIA! – è in par­ten­za dal bi­na­rio — QUATTORDICI – si fer­ma a – Bre­scia — De­sen­za­no-Pe­sc­hie­ra — Ve­ro­na Por­ta Nuo­va – San Bo­no­facio – Vicen­za – Pa­do­va- eMESTRE! – ca­roz­ze di pri­ma clas­se in set­to­ri – B — E – C.“

Ei­ne der­ar­ti­ge Durch­sa­ge hät­te Mark Twa­ins Be­geis­te­rung für das ita­lie­ni­sche Ei­sen­bahn­we­sen, wel­ches er über die An­ti­ken stell­te, oh­ne Zwei­fel ge­stei­gert. Twa­in hat­te Hu­mor, der für ei­ne Rei­se im ita­lie­ni­schen Schie­nen­netz die bes­te Vor­aus­set­zung ist. Dies be­stä­ti­gen auch mei­ne Er­in­ne­run­gen an Rei­sen im Lie­ge­wa­gen durch die nächt­li­che Po-Ebe­ne oder an un­zäh­li­ge Fahr­ten mit der Cir­cum­ve­su­vi­a­na. Man war auf al­les ge­fasst, Dieb­stäh­le, Ver­spä­tun­gen, War­te­zei­ten, und er­reich­te schließ­lich das Ziel voll in­ter­es­san­ter Beobachtungen.

So war es vor vie­len Jah­ren. Neu­er­dings über­trifft, wie ich un­längst in „Buon Vi­ag­gio e Bel­la Gior­na­ta con Tre­ni­ta­lia“ wei­ter­le­sen

Blinde Brüder

Angharad Price besingt im Roman ihrer Familie das Walisische Idyll

priceMir war ein lan­ges, an Er­fah­rung rei­ches Le­ben be­schie­den, es hat sich über das gan­ze zwan­zigs­te Jahr­hun­dert er­streckt. Ich ha­be die Schlä­ge des Un­glücks zu spü­ren be­kom­men und die Lieb­ko­sun­gen des Glücks. Vie­le dunk­le Stun­den ha­be ich durch­lebt. Aber im­mer wie­der wur­de es hell. Ich ha­be ge­lernt: Ha­ben be­deu­tet Ver­lie­ren. Das ist der Preis.“

Die­ses Re­sü­mee for­mu­liert Re­bec­ca Jo­nes, die Ich-Er­zäh­le­rin in Ang­ha­rad Pri­ces Ro­man, als sich ihr Le­ben sei­nem En­de nä­hert. In Tyny­braich bei Maes­gla­sau in ei­nem Tal von Wales wur­de sie 1905 als äl­tes­te Toch­ter ei­nes Far­mers ge­bo­ren. Sie schil­dert das har­te Le­ben in der Na­tur, be­singt die­se aber hym­nisch. Im Mit­tel­punkt des Ro­mans steht die Fa­mi­lie Jo­nes, Va­ter Evan, Mut­ter Re­bec­ca und die Kin­der Re­bec­ca, Ro­bert, Gruff­ydd, Wil­liam und Le­wis, so­wie de­ren Vor- und Nach­fah­ren. Zu ih­nen zählt auch die Au­torin die­ser Fa­mi­li­en­bio­gra­phie, Ang­ha­rad Pri­ce. Sie ist die Groß­nich­te der Er­zäh­le­rin und Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin an der wa­li­si­schen Uni­ver­si­tät Ban­gor. Ih­ren Ro­man, der in Wales aus­ge­zeich­net wur­de, nutzt sie als Streit­schrift für die Kul­tur ih­res Landes.

Den­noch ist es ei­ne fik­ti­ve Fa­mi­li­en­chro­nik, die sie ih­re Prot­ago­nis­tin in fünf Ka­pi­teln „Blin­de Brü­der“ wei­ter­le­sen

Ein jeder hinkt für sich allein“

Tod und Trauma prägen Robert Seethalers Roman „Ein ganzes Leben“

SeethalerDer Tod ge­hört zum Le­ben wie der Schim­mel zum Brot“, die­ser Satz fällt im neu­en Ro­man von Ro­bert See­tha­ler, der laut Ti­tel „Ein gan­zes Le­ben“ schil­dern will. Ist dies über­haupt mög­lich auf 154 Sei­ten? Zu­mal die Er­eig­nis­se der von See­tha­ler ge­wähl­ten Hand­lungs­zeit selbst das ab­ge­le­ge­ne Hoch­ge­birgs­tal erreichen.

Dort ver­bringt An­dre­as Eg­ger fast sein gan­zes Le­ben. 1902 kam der Vier­jäh­ri­ge nach dem Tod sei­ner Mut­ter, der Va­ter war längst ab­han­den ge­kom­men, aus der Stadt in die Ob­hut sei­nes On­kels. Der wohl­ha­ben­de Berg­bau­er nahm ihn als her­an­wach­sen­de bil­li­ge Ar­beits­kraft auf, ver­sorg­te ihn mehr schlecht als recht und ließ an dem Kind sei­ne sa­dis­ti­schen Nei­gun­gen aus. Die Miss­hand­lun­gen, an die ihn sein hin­ken­des Bein im­mer er­in­nern wird, er­trägt Eg­ger so lan­ge bis er stark ge­nug ist sich zur Wehr zu setz­ten. Er ver­lässt den Hof, ge­ra­de 16 Jah­re alt, bleibt aber im Dorf und ver­dingt sich als Hilfs­knecht. Spä­ter fin­det er sein Aus­kom­men beim Berg­bahn­bau. Als Orts­kun­di­ger er­schließt er den un­zu­gäng­li­chen Fels. Mit 29 Jah­ren kann er sich ein klei­nes Grund­stück am obe­ren Orts­rand leis­ten, wo er ei­ne Hüt­te baut.

Es wun­dert, daß Eg­ger in die­sem Dorf bleibt, das ihn we­der will­kom­men heißt noch auf­nimmt. Sein kar­ges Da­sein hellt sich auf als er die Hilfs­kell­ne­rin Ma­rie hei­ra­tet. Doch ei­ne La­wi­ne nimmt Ein je­der hinkt für sich al­lein““ wei­ter­le­sen

Feuerwanzenbetriebsamkeit

Die Betrogenen“ — Michael Maars anspielungsreicher Roman über Liebe und Leid im Literaturbetrieb

maar, die betrogenenFeu­er­wan­zen trei­ben es som­mers ger­ne über­all. Wer sie da­bei stört, dem dan­ken sie es mit pe­ne­tran­tem Geruch.

Ähn­li­ches be­schreibt Mi­cha­el Maar in sei­nem an Na­tur­be­ob­ach­tun­gen rei­chen Ro­man Die Be­tro­ge­nen. Maar, als Li­te­ra­tur­his­to­ri­ker für sei­ne Es­says zu Grö­ßen wie Tho­mas Mann, Mar­cel Proust, Vla­di­mir Na­bo­kov und an­de­ren be­kannt, lässt in sei­nem bel­le­tris­ti­schen De­büt an­spie­lungs­vol­le Pro­sa er­war­ten. Be­reits der Ti­tel er­in­nert an die letz­te Er­zäh­lung Tho­mas Manns, Die Be­tro­ge­ne. Hier wie dort spielt die Na­tur ei­ne Rol­le und hier wie dort ist es trotz des bei To­des­fäl­len not­wen­di­gen Ernsts, iro­nisch und amü­sant, wenn es eben­falls hier wie dort um die Lie­be geht.

In Mi­cha­el Maars pi­kan­ter Pro­sa spielt die­se im Li­te­ra­tur­be­trieb. Wir be­geg­nen ei­nem Kri­ti­ker mitt­le­ren Al­ters, der sich an­schickt zum Bio­gra­phen des Groß­au­tors Ar­thur Bitt­ner zu avan­cie­ren. Der Ver­trag mit dem Ver­lag und die Über­ein­kunft mit Bitt­ner sind schon ge­trof­fen. Da er­for­dert der plötz­li­che Tod des Ver­le­gers den Be­such des Bio­gra­phen auf der Be­er­di­gung und ein nach­fol­gen­des Tref­fen mit dem Schrift­stel­ler. Bitt­ner will sei­ne ei­ge­ne „Feu­er­wan­zen­be­trieb­sam­keit“ wei­ter­le­sen

Spazierengehen, spazierengehen und nochmals spazierengehen”

Michael Köhlmeier erzählt in „Zwei Herren am Strand” von Strategien gegen die Depression

Köhlmeier, StrandBei­de hiel­ten sie nicht viel von der Phi­lo­so­phie, schon gar nicht von der deut­schen, aber Nietz­sches Mei­nung, dass der Ge­dan­ke an Selbst­mord ein star­kes Trost­mit­tel sei, mit dem man über manch bö­se Nacht hin­weg­kom­me, teil­ten sie; ob­wohl kei­ner von ih­nen die Stel­le be­nen­nen konn­te, wo das ge­schrie­ben stand. Da­mit die­ses ra­di­kals­te Trost­mit­tel nicht ir­gend­wann als ein­zi­ges üb­rig blie­be, dar­um hat­ten Chur­chill und Chap­lin be­schlos­sen, ein­an­der im­mer wie­der zu tref­fen, denn wenn es ei­nen gä­be, der den an­de­ren von die­sem Weg ab­hal­ten kön­ne, dann er oder er.”

De­pres­si­on, be­son­ders die bi­po­la­re mit ma­ni­schen Epi­so­den ge­paar­te Va­ri­an­te, trifft nicht sel­ten krea­ti­ve Men­schen. Den­ken wir an Ed­vard Munch, Er­nest He­ming­way und Vir­gi­nia Woolf.

Mi­cha­el Köhl­mei­er nä­hert sich die­ser Künst­ler­krank­heit mit gro­ßer Em­pa­thie. Zwei Per­sön­lich­kei­ten der neue­ren Ge­schich­te ste­hen im Fo­kus sei­nes ak­tu­el­len Ro­mans mit dem Ti­tel „Zwei Her­ren am Strand, die Bri­ten Win­s­ton Leo­nard Spen­cer Chur­chill (1874–1964) und Charles Spen­cer Chap­lin (1889–1977). Sie ver­bin­det nicht Spa­zie­ren­ge­hen, spa­zie­ren­ge­hen und noch­mals spa­zie­ren­ge­hen”“ wei­ter­le­sen

Ein letzter Zipfel Monarchie

Michael Ziegelwagner sinniert in „Der aufblasbare Kaiser“ über den Moment

roBerlin_Ziegelwagner_128x209_LT.inddBü­cher fal­len mit­un­ter schon durch ihr Äu­ße­res ins Au­ge. So ver­spricht der neue Ro­man „Der auf­blas­ba­re Kai­ser durch sei­nen Ti­tel, das Por­trät ei­nes Dan­dys mit Por­no­bril­le und das Fo­to des Au­tors mit Ni­ckel­bril­le ge­ball­te Skur­ri­li­tät. Als Ös­ter­rei­cher, Sa­ti­ri­ker und Mit­glied der Ti­ta­nic-Crew kom­men­tiert Mi­cha­el Zie­gel­wag­ner un­se­re „voll­um­fäng­li­che Da­seins­un­si­cher­heit“. Un­ter die­ser lei­det, ähn­lich den Fi­gu­ren Wil­helm Gen­a­zi­nos, Zie­gel­wag­ners Prot­ago­nis­tin, die 26-jäh­ri­ge Ve­ra Be­a­cher. Sie notiert:

An­nah­me 1. Das Le­ben ist nichts wert, wenn es uns nicht ge­lingt hin und wie­der ei­nen Mo­ment herauszulösen. 
An­nah­me 2. Was wir her­aus­lö­sen, soll au­ßer­ge­wöhn­lich sein. 
An­nah­me 3. Un­se­re wich­tigs­ten Er­fah­run­gen soll­ten wir am An­fang un­se­res Le­bens ma­chen. Wir wer­den sie noch ha­ben, wenn die meis­ten Men­schen, die sie ge­teilt ha­ben, weg­ge­stor­ben sind. Sie ge­hö­ren uns dann exklusiv.
An­nah­me 3a. Dar­um soll­te mög­lichst et­was Ab­ster­ben­des in un­ser Le­ben ge­ret­tet wer­den, das uns mög­lichst früh ex­klu­siv gehört.“ 

Auch die­se An­ge­stell­te lang­weilt sich im Amt dem Ru­he­stand ent­ge­gen, un­ter Auf­sicht ih­res fa­den „Ein letz­ter Zip­fel Mon­ar­chie“ wei­ter­le­sen

Löcher, Liebe, Levitationen

In seinem neuen Roman „Alpha & Omega“ erklärt Markus Orths mit Phantasie und Augenzwinkern die „Apokalypse für Anfänger“

g-Orths-Markus-Alpha-und-OmegaDie Krie­ge, die sich zer­flei­schen­den Kul­tu­ren, die Hun­ger­ge­no­zi­de, die scham- und rück­sichts­lo­se Aus­beu­tung: Ich konn­te kaum glau­ben, dass die da­ma­li­gen Men­schen all­dem nichts oder nicht ge­nug ent­ge­gen­ge­setzt hat­ten. Ob­wohl sie ge­nau Be­scheid wuss­ten. Zum Bei­spiel dar­über, dass täg­lich drei­tau­send Men­schen al­lein an den Fol­gen von Druch­fall­erkran­kun­gen star­ben. Nein — sie lie­ßen es ge­sche­hen. Mich frös­tel­te.

Wie wer­den künf­ti­ge His­to­ri­ker auf un­se­re heu­ti­ge Ge­sell­schaft zu­rück­bli­cken? Wil­helm Gen­a­zi­no be­zeich­ne­te die wil­lig von Me­di­en Ma­ni­pu­lier­ten als „Er­leb­nis­pro­le­ta­ri­at“. In Mar­kus Orths’ neu­em Ro­man ur­tei­len un­se­re Nach­fah­ren noch har­scher, sie be­zeich­nen das 21. Jahr­hun­dert als „Bar­ba­ri­sches Zeit­al­ter“. Wer Orths’ apo­ka­lyp­ti­schen Of­fen­ba­run­gen von An­fang bis En­de folgt, ist ge­neigt ih­nen zu zustimmen.

Al­pha & Ome­ga be­ginnt nicht mit, son­dern kurz vor ei­nem Knall. Wir be­fin­den uns im Jahr 525 nach Ome­ga, er­go 2525 nach Chris­tus, und ein Me­teo­rit droht Er­de samt „Lö­cher, Lie­be, Le­vi­ta­tio­nen“ wei­ter­le­sen

Tue Gutes und schreibe darüber

Variationen von Schwarz — Dagmar Leupolds Roman „Unter der Hand“

LeupoldWenn man das gan­ze Le­ben als Not­fall be­trach­tet, ist es na­tur­ge­mäß schwie­rig, sich zu rüs­ten, und letzt­lich gleich­gül­tig, ob man mit ei­nem Über­see­kof­fer un­ter­wegs ist oder mit ei­nem Beu­tel­chen vol­ler Brot­kru­men zum Aus­streu­en. Es fehlt das Ver­trau­en in Rückwege.“

Man­che Men­schen ha­ben ein di­ckes Fell, das sie un­emp­find­lich ge­gen äu­ße­re An­ma­ßun­gen macht. Nicht so Min­na, die seit ih­rer zu frü­hen Ge­burt ei­ne äu­ßerst durch­läs­si­ge Hül­le be­sitzt. So dünn, daß selbst ein Luft­hauch ihr un­ter die Haut fährt.

Doch ih­re Sen­si­bi­li­tät ist nicht ver­ant­wort­lich für den plötz­li­chen Tod der knapp über 50jährigen, von dem der Le­ser be­reits im Pro­log er­fährt. Hin­ge­bet­tet wie Schnee­witt­chen fin­det ihr Woh­nungs­nach­bar sie ent­schla­fen auf dem Bett, zu­sam­men­ge­rollt wie ein Fö­tus. Er er­in­nert sich an ei­ne un­er­schro­cke­ne, wit­zi­ge, klu­ge und „Tue Gu­tes und schrei­be dar­über“ wei­ter­le­sen

Glücks-Reigen

In „Glücklich die Glücklichen“ schreibt Yasmina Reza von der Veranlagung zum Glück

Reza_24482_MR.inddGlück­lich die Ge­lieb­ten und die Lie­ben­den und die auf die Lie­be ver­zich­ten kön­nen. Glück­lich die Glück­li­chen.“ (Jor­ge Lu­is Borges)

Was ist Glück? Was macht ei­nen glück­li­chen Men­schen aus? Was un­ter­schei­det ihn von anderen?

Ant­wor­ten gibt die be­kann­te Dra­ma­ti­ke­rin, Yas­mi­na Re­za, die mit ih­rem Thea­ter­stück „KUNST“ und dem von Pol­an­ski ver­film­ten „Der Gott des Ge­met­zels“ auch ei­nem brei­ten Pu­bli­kum be­kannt wur­de, in ih­rem kürz­lich er­schie­ne­nen Ro­man „Glück­lich die Glück­li­chen“. Ihm stellt sie ei­nen Satz von Bor­ges vor­an, der die Viel­ge­stal­tig­keit des Phä­no­mens Glück andeutet.

Mit Witz und mit viel Me­lan­cho­lie prä­sen­tiert sie in star­ken Dia­lo­gen ihr Per­so­nal und des­sen Hang zur Es­ka­la­ti­on. Be­zie­hun­gen ste­hen im Vor­der­grund, die zwi­schen Paa­ren, zwi­schen El­tern und Kin­dern, Freun­den oder Be­kann­ten. Doch ein Ro­man ist die­se „Glücks-Rei­gen“ wei­ter­le­sen