Gastrosoph in süßen Gefilden

Hanns-Josef Ortheil bereist „Die Insel der Dolci“ niemals ohne Notration

Nie soll die­se Ver­sor­gung en­den, das Sü­ße ist in al­len For­ma­ten und For­ma­tio­nen prä­sent, es ist da­für ge­sorgt, dass es ei­nen den gan­zen Tag be­glei­tet und je­der­zeit zur Hand ist. (…)
Gu­te Si­zi­lia­ner ha­ben, wenn sie un­ter­wegs sind, im­mer so ei­ne Do­se bei sich (…)
Ver­sorgt man sich mit die­sen De­li­ka­tes­sen, kann man sich je­weils vor Ort ei­ne ei­ge­ne Dol­ci-Ver­pfle­gung zu­sam­men­stel­len. Man braucht da­zu nur et­was tro­cke­nes und gut halt­ba­res Ge­bäck, das sich dann leicht mit den Kon­fi­tü­ren, Mar­me­la­den und Ge­lees ver­bin­den lässt. (…)
So wird der Dol­ci-Es­ser zu sei­nem ei­ge­nen Kom­po­si­teur und Ar­ran­geur, der sich sei­ne Dol­ci aus vor­han­den Grund­sub­stan­zen (tro­cke­nes, ein­fa­ches Gebäck/ kon­zen­trier­te Frucht­zu­ta­ten) im ei­ge­nen Dol­ci-La­bo­ra­to­rio in ganz un­ter­schied­li­chen Ge­schmacks­va­len­zen selbst zu­sam­men­stellt.“

Wä­re Hanns-Jo­sef Ortheil ei­ne Fi­gur in Eck­hart Ni­ckels Ro­man „Hys­te­ria“, so hät­te er sein Ku­li­na­ris­tik-Stu­di­um mit Sum­ma ab­sol­viert. Es feh­le das cum lau­de, mag man­cher ein­wen­den, und auf Ortheils zahl­rei­che Ver­öf­fent­li­chun­gen auf die­sem Ge­biet ver­wei­sen, dar­un­ter nicht nur die Rei­se­bü­cher „Pa­ris, links der Sei­ne“ oder „Rom, ei­ne Ek­sta­se“. Es­sen und Trin­ken, oder eher das im Ortheil’schen Sin­ne stil­vol­le Ge­nie­ßen ge­hört zu fast al­len sei­nen Bü­chern, auch zu den fik­ti­ven.

So nimmt es nicht Wun­der, daß die si­zi­lia­ni­schen Sü­ßig­kei­ten nicht nur in die­sem Rei­se­be­richt im Vor­der­grund ste­hen, sie bil­den auch den Dreh- und An­gel­punkt in Ortheils Si­zi­li­en­ro­man „Das Kind, das nicht frag­te“. Wäh­rend die­ser je­doch im ba­ro­cken Süd­os­ten der In­sel spielt, führt Ortheil sei­ne Le­ser in „Die In­sel der Dol­ci“ zu al­len „sü­ßen Pa­ra­die­sen Si­zi­li­ens“. Als schlem­men­der Ci­ce­ro­ne er­weist sich der Au­tor wie der Prot­ago­nist des er­wähn­ten Ro­mans als „er­fah­re­ner Kos­ter ra­rer Ge­trän­ke“ und Spei­sen und er­teilt als Ken­ner ku­li­na­ri­scher Köst­lich­kei­ten den Un­ein­ge­weih­ten vie­le Lek­tio­nen. Na­tür­lich führt auch den Rei­se­buch-Au­tor der Weg in sein fik­ti­ves Mandli­ca, das Scho­ko­la­den­städt­chen Mo­di­ca, al­ler­dings erst ge­gen En­de sei­ner Rei­se.

Sei­ne ers­ten sü­ßen Sta­tio­nen lie­gen in Ca­ta­nia, Start und Ziel der Ex­pe­di­ti­on zu den Dol­ci-Zen­tra­len. Da­zu zäh­len gro­ße Pro­du­zen­ten, wie Dai­do­ne in Ca­ten­anuo­va, klei­ne Ma­nu­fak­tu­ren und ex­qui­si­te Werk­stät­ten, wie die Pas­tic­ce­ria Cap­pel­lo in Pa­ler­mo. Über­all öff­nen sich dem Be­su­cher be­reit­wil­lig die To­re. Der be­sich­tigt die Werk­stät­ten, be­fragt die Her­stel­ler und pro­biert Bis­cot­ti, Gra­ni­te oder Can­no­li. „Ihr Teig be­steht aus Mehl, Ka­kao, But­ter, Zu­cker, Milch und et­was Mar­sa­la. Er wird nach sei­nem Auf­ge­hen auf schma­le Blech­hül­sen ge­presst und in die­ser Form in hei­ßem Öl frit­tiert. Spä­ter trennt man die Teig­rol­len vor­sich­tig wie­der von den Hül­sen und füllt sie mit ei­ner sehr fei­nen und vor al­lem fri­schen Creme, die aus Ri­cot­ta, Pis­ta­zi­en, kan­dier­ten Früch­ten und dün­nen Scho­ko­la­den­split­tern be­steht.“

Mit die­sen De­tails macht er dem Le­ser den Mund wäss­rig. Die ver­füh­re­ri­schen Fo­tos von Lot­ta Ortheil machen‘s nicht bes­ser. (Hier macht die Re­zen­sen­tin ei­ne Pau­se, um ih­ren Gly­ko­se­spie­gel auf­zu­fül­len. Viel­leicht ist ja noch ein biss­chen Scho­ko­la­de von der letz­ten Si­zi­li­en­rei­se da?)

Die In­sel der Dol­ci“ ver­zeich­net nicht nur die Spe­zia­li­tä­ten und An­schrif­ten der Zu­cker­tem­pel, sie be­inhal­tet auch his­to­risch, kunst­his­to­risch und li­te­ra­risch Wis­sens­wer­tes.  Ortheil be­sucht, wie vie­le be­rühm­te Si­zi­li­en­rei­sen­de vor ihm, die rö­mi­sche Vil­la Ca­sa­le bei Piaz­za Ar­me­ri­na, de­ren zahl­rei­che, gut­erhal­te­nen Mo­sa­ik­bö­den sie als „ei­ne der gro­ßen Dol­ci-Zen­tra­len des Al­ter­tums“ aus­wei­sen. Zahl­rei­che Sze­nen zei­gen Jagd, Ern­te und Fisch­fang. Dem Be­trach­ter steht es frei bei der Be­schaf­fung, der Zu­be­rei­tung und dem Ver­zehr der schöns­ten Spei­sen da­bei zu sein. Doch auch hier gilt, satt wird er da­von nicht. Ein Blick in Ortheils Füh­rer könn­te ihm ei­ne na­he­ge­le­ge­ne Trat­to­ria ver­ra­ten. Falls nicht, so soll­te er, wie der rei­sen­de Au­tor, sich schleu­nigst ei­nen Not­pro­vi­ant aus Bis­cot­ti und Cioc­co­la­ti­ni, Mar­me­la­den und Sci­rop­pi an­le­gen.

Ob Rie­de­sel, Se­u­me, Goe­the oder Ernst Jün­ger dies auch so ge­hal­ten ha­ben, ist nicht be­kannt. Die Ein­drü­cke von ih­rer Si­zi­li­en­fahrt hiel­ten sie je­den­falls fest, Ortheil zi­tiert die­se an pas­sen­der Stel­le. Auch den sü­ßen Ge­nüs­sen nicht ab­ge­neigt schien zu­min­dest der si­zi­lia­ni­sche Schrift­stel­ler To­ma­si di Lam­pe­du­sa. Er wird sei­nem Gat­to­par­do die Lie­be zu Dol­ci nicht an­ge­dich­tet ha­ben, oh­ne selbst ein Sü?maul zu sein. Von Jung­fern­tört­chen bis zum Rum­ge­lee ziert vie­les die Ta­feln des Fürs­ten Don Fa­bri­zio.

Ei­nen ganz an­de­ren Fürs­ten, er re­si­diert in der Bar Ro­ma, be­sucht Ortheil in Sci­ac­ca und kos­tet dort die bes­te Gra­ni­ta Si­zi­li­ens, stil­ge­recht mit ei­ner Brio­che.

Ortheil wä­re nicht Ortheil, wenn er nicht an sei­ne ei­ge­ne li­te­ra­ri­sche Pro­duk­ti­on er­in­nern wür­de. In Tra­pa­ni an der Ha­fen­mo­le sit­zend träumt er von Tu­nis und der afri­ka­ni­schen Küs­te, die er als Ju­gend­li­cher auf ei­ner Mit­tel­meer­rei­se mit sei­nem Va­ter er­kun­de­te. Aus sei­nen da­ma­li­gen Auf­zeich­nun­gen ging der gleich­na­mi­ge, al­ler­dings 2018 und da­mit et­li­che Jah­re nach dem vor­lie­gen­den Rei­se­be­richt er­schie­ne­ne Ro­man her­vor.

In Eri­ce, ei­nem klei­nen Ort in der Nä­he Tra­pa­nis, be­sucht hat er die „Dol­ci-Päps­tin“, Ma­ria Gram­ma­ti­co, „die von sich be­haup­tet, sie kön­ne oh­ne die Ge­sell­schaft und Nä­he von Man­deln nicht le­ben“ . „Man­deln in je­der Form ge­hen die­ser Frau täg­lich durch die Fin­ger, sie zer­klei­nert und zer­hackt sie, sie lässt sie über ih­re Hän­de rie­seln und weicht sie in lau­war­men Was­ser auf, um ih­nen die Scha­len ab­zu­zie­hen, sie dreht sie durch ei­ne Müh­le – mit ei­nem Wort: Si­gno­ra Ma­ria Gram­ma­ti­co ist in Man­deln wie in Kin­der ver­liebt, mit de­nen man täg­lich spie­len und et­was an­de­res an­stel­len kann.“ Eben­so schmack­haft wie die Dol­ci, die in ih­rer mitt­ler­wei­le gro­ßen Pas­tic­ce­ria pro­du­ziert wer­den, ist ih­re Er­folgs­ge­schich­te von der ar­men Klos­ter­die­ne­rin, die mit den Ge­heim­re­zep­ten der Non­nen ein er­folg­rei­ches Un­ter­neh­men grün­de­te. Nach­zu­le­sen ist dies in der be­reits er­wähn­ten Bio­gra­phie „Bit­ter Al­monds“ von Ma­ry Tay­lor Sime­ti. Dar­in fin­den sich auch die Re­zep­te all der Köst­lich­kei­ten, die Ortheil pro­biert und den Le­ser in Wor­ten mit­kos­ten lässt, die kna­cki­gen Mus­tac­cio­li, die creme­ge­füll­te Ge­nove­se, zi­tro­ni­ge Bel­li e Brut­ti, die wei­che Pas­te di Man­dor­le und die reich­hal­ti­ge Bom­ba di Ri­cot­ta. Je­de Men­ge Ge­bäck, das am bes­ten, so der Rat des Au­tors, mit ei­nem gu­ten Glas Mar­sa­la ge­nos­sen wird. Man fragt sich, ob er au­ßer der Not­ra­ti­on auch Klei­dung in hö­he­ren Kon­fek­ti­ons­grö­ßen im Ge­päck hat?

Wer nach Si­zi­li­en reist, darf kein Kost­ver­äch­ter und kein Schlank­heits­fa­na­ti­ker sein. Man kommt um die vie­len Le­cke­rei­en ein­fach nicht her­um, nein, man reist, wie die­ses Buch be­weist, so­gar ex­tra we­gen ih­nen dort­hin. Zum Bei­spiel in der Süd­wes­ten Si­zi­li­ens, der nicht nur durch ar­chäo­lo­gi­sche Aus­gra­bun­gen und Ba­rock­städ­te zu be­geis­tern weiß, son­dern auch durch Scho­ko­la­de, für die das pit­to­res­ke Mo­di­ca be­rühmt ist. Wer dort nach ei­nem Be­such des Scho­ko­la­den­mu­se­ums und zahl­rei­cher an­de­rer Scho­ko-Werk­stät­ten das Caf­fé dell‘Arte be­tritt, stößt auf Ortheils Spu­ren. Fa­mi­lie Iaco­no stellt dort aus Ka­kao­boh­nen, Zu­cker und Ge­wür­zen Scho­ko­la­de nach ur­altem Re­zept her. Ortheil be­schreibt aus­führ­lich den Vor­gang und auch, wel­che Ge­schmacks­of­fen­ba­rung er im La­bo­ra­to­rio des Pa­dro­ne er­le­ben durf­te. Dies­mal kann ich mit­re­den, denn auch uns ser­vier­te der Sohn des Hau­ses zur ob­li­ga­to­ri­schen Cioc­co­la­ta cal­da ein Tel­ler­chen voll schwar­zer Scho­ko­split­ter, wel­che nach Agrumi schmeck­ten. Beim An­kauf un­se­res Not­vor­rats, wies er stolz auf ei­ne Vi­tri­ne, in der „Die In­sel der Dol­ci“ mit dem Por­trät sei­nes Va­ters aus­ge­stellt war. Die Wer­bung hat ge­wirkt, kann ich nur sa­gen.

Nicht, daß man nur we­gen die­ses Büch­leins nach Si­zi­li­en reis­te, aber es war doch ganz nett, es da­bei zu ha­ben. Dies lässt auch dar­über hin­weg­se­hen, daß Ortheil ger­ne sei­ne Gastro­so­phie ze­le­briert, in der er sich we­ni­ger in der Nach­fol­ge des ge­nüg­sa­men Pla­ton sieht als in der des un­be­kann­te­ren Ar­ches­tra­tos von Ge­la.

Ab­ge­schlos­sen wird Ortheils ku­li­na­ri­scher Rei­se­be­richt von ei­ner aus­führ­li­chen Li­te­ra­tur­lis­te, die fast kei­ne Wün­sche of­fen­lässt. Er­gänzt sei das Werk Ge­rold Späths, in dem sich sei­ne Be­schrei­bung der Vil­la Ca­sa­le fin­det, es heißt „Mich lock­te die Welt“ und ist im Le­nos Ver­lag er­schie­nen.

Ei­ne klei­ne Si­zi­li­en­kar­te fin­det sich im Buch, ei­ne Lis­te der be­such­ten Dol­ci-Pa­ra­die­se folgt hier:

CATANIA: Pep­pi­no, Via Em­pe­do­cle, 35

CATENANUOVA: Dai­do­ne, Cor­so Vit­to­rio Eman­nu­el­le, III, 51

ENNA: Sa­po­ri di Si­ci­lia, Via Ro­ma, 446/448

PALERMO: An­ti­ca Fo­cac­ce­ria di San Fran­ces­co, Via Al­le­san­dro Pa­ter­no­s­tro, 58

                       Fratel­li Ro­sciglio­ne, Via Gi­an Lu­ca Bar­bie­ri, 5

                       Pas­tic­ce­ria Cap­pel­lo, Via Co­lon­na Rot­ta 68

MONREALE: An­ti­ca For­ne­ria Tu­sa, Via Pie­tro No­vel­li, 25

ERICE: Pas­tic­ce­ria Ma­ria Gram­ma­ti­co, Via Vit­to­rio Ema­nue­le, 14

TRAPANI: Can­ti­na Si­ci­lia­na, Via Gi­udec­ca, 36

MARSALA: Can­ti­ne Flo­rio, Via Vin­cen­zo Flo­rio, 1

SCIACCA: Bar Ro­ma, Via Ro­ma

                    Hos­ta­ria del Vico­lo, Vico­lo Samma­ri­ta­no, 10

Con­te Lu­na, Piaz­za G. No­ce­to, 11/A

MODICA: Caf­fé dell’Arte, Cor­so Um­ber­to I, 114

                   Os­te­ria dei Sa­po­ri Per­du­to, Cor­so Um­ber­to I, 228/230

                   An­ti­ca Dol­ce­ria Bo­na­ju­to, Cor­so Um­ber­to I, 159

SIRACUSA: L’Ancora, Via Per­no, 7

Veröffentlicht in Allgemein, Gut zu lesen am | Getaggt , , , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wahrnehmung und Wirklichkeit

Eckhart Nickel schildert in seinem vergnüglich zu lesenden Roman „Hysteria“ die Suche nach der Wahrheit unter der Vielfalt verrückter Wahrnehmungen

Ein Blick auf sei­ne So­lar­arm­band­uhr zeig­te vier Uhr an und er be­merk­te ir­ri­tiert, dass der Bat­te­rie­stand ge­gen null ging. Er ver­säum­te be­wusst, der Be­triebs­an­lei­tung zu fol­gen und die Uhr im Frei­en im­mer über der Man­schet­te zu tra­gen, weil er es im­mer noch für un­wür­dig hielt, sei­ne Arm­band­uhr wie ein lä­cher­li­cher Son­nen­an­be­ter dem Licht ent­ge­gen­zu­dre­hen. In­dem er es ab­sicht­lich nicht tat, re­bel­lier­te er ins­ge­heim auch ge­gen al­le an­de­ren Vor­schrif­ten des „Spu­ren­lo­sen Le­bens“. Der Ka­ta­log an Din­gen, die zu tun oder zu las­sen wa­ren, wuchs in letz­ter Zeit wirk­lich über jeg­li­ches Maß hin­aus, fand Berg­heim. Es hat­te in sei­ner Ju­gend ganz harm­los mit der Ab­fall­tren­nung be­gon­nen, war aber spä­tes­tens seit der letz­ten Neue­rung, dem Ver­bot des Fleisch­ver­zehrs an al­len Wo­chen­ta­gen, die kein oder nur ein N in ih­rer Buch­sta­ben­fol­ge füh­ren, um so die Treib­haus­ga­se halb­wegs un­ter Kon­trol­le zu brin­gen, end­gül­tig ins Al­ber­ne ge­drif­tet.“

Es ist ei­ne Öko-Dys­to­pie, die Eck­hart Ni­ckel in sei­nem Ro­man „Hys­te­ria“ ge­nuss­voll und mit Iro­nie ge­würzt ser­viert. Der 1966 ge­bo­re­ne, stu­dier­te Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­ler und Kunst­his­to­ri­ker, ver­öf­fent­lich­te vor die­sem Ro­man­de­büt als Jour­na­list u.a. in Tem­po, Süd­deut­scher Zei­tung und F.A.Z. so­wie in der von ihm und Chris­ti­an Kracht ge­grün­de­ten Li­te­ra­tur­zeit­schrift Der Freund. Ent­spre­chend weit ist der li­te­ra­ri­sche wie pop­kul­tu­rel­le Be­zugs­rah­men die­ses Ro­mans.

Doch man muss nicht zwangs­läu­fig E.T.A. Hoff­mann, Sig­mund Freud oder die vie­len an­de­ren li­te­ra­ri­schen Leucht­tür­me, die in „Hys­te­ria“ auf­tau­chen, ge­le­sen ha­ben. Man kann auch mit Mu­sik die Sphä­ren die­ser Zu­kunfts­welt durch­drin­gen, wahl­wei­se mit Kraft­werk oder Jean Mi­chel Jar­re. Oder ganz ein­fach den teu­ren Tee Pa­ri­ser Pro­ve­ni­enz mit dem an­spie­lungs­rei­chen Na­men schlür­fend über die Ab­wand­lung ei­nes Mu­sik­vi­de­os la­chen. Der Ro­man bie­tet viel­fäl­ti­ge Ent­de­ckun­gen, nicht nur die, daß mit den Le­sen fort­set­zen

Veröffentlicht in Lauter Lob, Literaturkreis, Rezensionen am | Getaggt , , , , , , , | 4 Kommentare

Die Philluministin

Wioletta Greg beschreibt in „Unreife Früchte“ eine Kindheit in Polen voll Licht und Schatten

An je­nem Abend sa­ßen wir im Licht des Ofens wie vor­sint­flut­li­che, in Bern­stein ver­schlos­se­ne In­sek­ten (…) Aus dem Asche­kas­ten sprüh­ten Fun­ken und ver­schwan­den auf dem mar­mo­rier­ten Lin­ole­um wie Me­teo­ri­ten im dunk­len, un­durch­dring­li­chen Oze­an.“

Mit ih­rer Art, das Licht zu ma­len, re­vo­lu­tio­nier­ten die Im­pres­sio­nis­ten die Ma­le­rei und of­fen­bar­ten ei­nen be­son­de­ren Blick auf an­schei­nend all­täg­li­che An­bli­cke. In ähn­li­cher Wei­se nutzt Wio­let­ta Greg das Licht in ih­ren Er­in­ne­run­gen an ei­ne Ju­gend in der pol­ni­schen Pro­vinz. Es sind das Licht und sei­ne Er­zeu­ger, Son­ne, Feu­er und Elek­tri­zi­tät, mit de­nen sie die­ser ver­meint­li­chen Tris­tesse un­ge­ahn­ten Glanz ver­leiht.

Wio­let­ta Greg, 1974 in Ko­zieg­lo­wy ge­bo­ren, trägt ei­gent­lich den für Deut­sche na­he­zu un­aus­sprech­li­chen Na­men Grze­gor­zew­s­ka. In ih­rer Hei­mat ist sie durch ih­re poe­ti­schen Wer­ke be­kannt. Ne­ben die­sen hat sie drei Ro­ma­ne ver­öf­fent­licht. Der vor­lie­gen­de, au­to­bio­gra­phisch ge­präg­te Ro­man „Un­rei­fe Früch­te“ wur­de 2017 für den Man Boo­ker In­ter­na­tio­nal no­mi­niert.

Al­ler­dings stellt sich die Fra­ge, ob es sich tat­säch­lich um ei­nen Ro­man han­delt. Le­sen fort­set­zen

Veröffentlicht in Lauter Lob, Literaturkreis, Rezensionen am | Getaggt , , , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Windhunde

Michael Ondaatje erzählt in „Kriegslicht“ eine spannend verschlungene Identitätssuche

Ich wuss­te nicht ge­nü­gend über Agnes Ver­gan­gen­heit, aber wie ge­sagt, nie hat­te ich als Kind ei­nen Hund ge­habt, und nun hiel­ten wir die Tie­re in den gro­ßen, halb­dunk­len Räu­men die­ses ge­borg­ten Hau­ses in Schach, und ih­re lan­gen Schnau­zen stie­ßen warm an un­se­re Her­zen. (…)

Und als sie sich zum Schla­fen zu­sam­men­roll­ten, leg­ten wir uns ne­ben sie auf den Bo­den, es war, als be­deu­te­ten die­se Tie­re um uns her das Le­ben, wo­nach wir uns sehn­ten, die Ge­sell­schaft, die wir uns wünsch­ten, ein wil­der, un­nö­ti­ger, we­sent­li­cher und un­ver­ges­se­ner mensch­li­cher Au­gen­blick im Lon­don je­ner Jah­re.“

Das Lon­don je­ner Jah­re hat­te ge­ra­de den Zwei­ten Welt­krieg über­stan­den, mit schwe­ren Schä­den, aber als Sie­ger. Doch die Stadt und ih­re Be­woh­ner be­weg­ten sich noch im Kriegs­licht. Zwi­schen zer­bomb­ten Häu­sern, dem Halb­dun­kel der Stra­ßen und dem Ne­bel über dem Fluss war vie­les schwer zu ent­rät­seln.

Die­se Ver­las­sen­heit, in der sich Ge­heim­nis­se gut ver­ber­gen las­sen, be­kom­men auch der 14- jäh­ri­ge Na­tha­ni­el und sei­ne Schwes­ter Ra­chel zu spü­ren. Ih­re El­tern hat­ten ver­kün­det, das Land zu ver­las­sen und die Ge­schwis­ter wäh­rend die­ses Jah­res in der Ob­hut ei­nes Freun­des zu las­sen. Na­tha­ni­els und Ra­chels Ver­trau­en ist er­schüt­tert und wird spä­ter durch ei­nen über­ra­schen­den Fund fast Le­sen fort­set­zen

Veröffentlicht in Lauter Lob, Rezensionen am | Getaggt , , , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wie der Fürstbischof ins Gefängnis kam

Schloss Bruchsal. Die Beletage – Barocke Pracht neu entfaltet, Hrsg. Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Auf Erl. V. 16. XI. 43 – Die rest­li­chen Go­be­lins so­wie Ge­mäl­de des hie­si­gen Schlos­ses sind am 10. Ja­nu­ar d. Js. Hier ver­la­den und ins still­ge­leg­te Amts­ge­fäng­nis in Bonn­dorf über­führt wor­den. Sie sind in Zel­le 13 im Ober­ge­schoss un­ter­ge­bracht. Das Ge­mäl­de No. 123 konn­te sei­ner Grö­ße we­gen nicht durch die Zel­len­tür ge­bracht wer­den und muss­te des­halb einst­wei­len auf dem durch ei­ne ei­ser­ne Git­ter­tür ab­ge­schlos­se­nen Gang auf­ge­stellt wer­den. Ei­ni­ge von den ge­schnitz­ten Rah­men die­ses Bil­des beim Trans­port ab­ge­bro­che­ne Holz­teil­chen sind in Pa­pier ver­packt in der Zel­le 13 nie­der­ge­legt.“

Das groß­for­ma­ti­ge Ge­mäl­de No. 123 ist ein Por­trät Franz Chris­toph von Hut­ten (1706–1770), das den Fürst­bi­schof ne­ben ei­nen Pa­gen zeigt. Den Hin­ter­grund bil­det sei­ne Re­si­denz, Schloss Bruch­sal, de­ren In­ne­res durch Hut­tens Ge­stal­tungs­ei­fer ge­prägt wur­de. Von der Si­cher­heits­ver­wah­rung hin­ter Git­tern be­rich­tet im obi­gen Zi­tat die Hoch­bau­ab­tei­lung Karls­ru­he am 25.1.1944. Wie un­zäh­li­ge an­de­re Kunst­schät­ze wur­de in der letz­ten Pha­se des Krie­ges auch die wert­vol­le In­nen­aus­stat­tung des Bruch­sa­ler Schlos­ses in ver­meint­lich Le­sen fort­set­zen

Veröffentlicht in Lauter Lob, Rezensionen am | Getaggt , , , , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Psychische Landvermessung

In Hanns-Josef Ortheils „Das Kind, das nicht fragte“ sucht ein Scheuer sich selbst und wird nicht nur vom Fruchtkörper Siziliens beglückt

-(…) mein Wis­sen ist ganz und gar in­tui­tiv.
-In­tui­tiv?! Aber das ist ja un­glaub­lich.
-Manch­mal weiß ich be­stimm­te Din­ge durch In­tui­ti­on. Im Deut­schen gab es in frü­he­ren Jahr­hun­der­ten da­für ein­mal das schö­ne Wort ‚Ahn­dung‘.
-‚Ahn-dunk‘? Spre­che ich es rich­tig aus?
-Per­fekt.
-‚Ahn-dunk‘, -das ist ein ge­hei­mes Wis­sen, das die an­de­ren nicht ha­ben? Wis­sen, an das man durch Über­le­gung nicht her­an­kommt?
-Ja, es ist Wis­sen, das aus dem Dun­keln kommt, Dun­kel­wis­sen.“

Sel­ten hat mich ein Ro­man so zwie­ge­spal­ten zu­rück­ge­las­sen! Es han­del­te sich um mei­nen zwei­ten An­lauf, denn ich hat­te „Das Kind, das nicht frag­te“ von Hanns-Jo­sef Ortheil schon ein­mal bei­sei­te ge­legt. Zu stark er­in­ner­ten mich die An­fangs­sze­nen und Ei­gen­hei­ten der Haupt­fi­gur an den 2011 er­schie­nen Ro­man „Lie­bes­nä­he“. Da­zu zähl­ten das Mö­bel­rü­cken in der frem­den Un­ter­kunft, das Ein­rich­ten des Schreib­plat­zes mit Stif­ten, Pa­pier und ei­nem zu Zweck und Ta­ges­zeit pas­sen­dem Ge­tränk. Ge­wohn­hei­ten, zu de­nen sich Ortheil selbst in In­ter­views be­kennt.

Ei­ne Rei­se in den Süd­os­ten Si­zi­li­ens, der Hand­lungs­re­gi­on des Ro­mans, hat mich al­ler­dings er­neut zur Lek­tü­re be­wo­gen. Um es vor­ab zu sa­gen, ich ha­be es nicht be­reut, mich aber oft ge­wun­dert.

Das Kind, das nicht frag­te“ ist ein Ro­man vol­ler Ge­gen­sät­ze, was sei­ne Hand­lung, die Art der Dar­stel­lung und die Ent­wick­lung der Haupt­fi­gur an­ge­hen. Die Ei­tel­keit des Prot­ago­nis­ten, die Le­sen fort­set­zen

Veröffentlicht in Viele Verrisse am | Getaggt , , , , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Einseitige Verhältnisse

Lena Andersson analysiert in ihrem Roman „Unvollkommene Verbindlichkeiten“ erneut das emotionale Ungleichgewicht eines Paares

-Gast­re­zen­si­on von Lea Pis­to­ri­us-

Es­ter hät­te sich sehr viel Zeit und Mü­he spa­ren kön­nen, wenn sie ihn beim Wort ge­nom­men hät­te, aber sie hät­te auch viel Wun­der­ba­res ver­passt.“

Wer Le­na An­ders­sons ers­ten Ro­man „Wi­der­recht­li­che In­be­sitz­nah­me“ ge­le­sen hat, dem ist die Haupt­fi­gur ih­res neu­en Wer­kes „Un­voll­kom­me­ne Ver­bind­lich­kei­ten“ be­reits be­kannt. Nicht nur die Wort­paa­re in den Ti­teln äh­neln ein­an­der. Er­neut stellt An­ders­son die kom­pro­miss­los lie­ben­de Es­ter Nils­son in den Mit­tel­punkt ih­rer Er­zäh­lung. Fünf Jah­re ge­al­tert, schei­nen sich Es­ters Vor­lie­ben und Ver­hal­tens­wei­sen nicht son­der­lich ge­än­dert zu ha­ben. Er­neut ver­liebt sie sich in ei­nen Künst­ler, dies­mal ei­nen Schau­spie­ler na­mens Olof Sten. Er­neut han­delt es sich um ei­nen be­reits ver­ge­be­nen, dies­mal ver­hei­ra­te­ten Mann. Und er­neut ist die­ser deut­lich äl­ter als die 37-jäh­ri­ge Es­ter. Ist al­so al­les schon ein­mal da­ge­we­sen?

Die Ge­schich­te um Es­ter Nils­sons Lie­be zeigt das Rin­gen ei­ner Frau um ei­nen Mann, den sie nie­mals wirk­lich be­sit­zen wird. Be­reits zu Be­ginn ih­res Ken­nen­ler­nens er­öff­net sie ihm, dass sie Le­sen fort­set­zen

Veröffentlicht in Lauter Lob, Rezensionen am | Getaggt , , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Flitzschwebend occupiert

In Lincoln im Bardo schlüpft Saunders mit innovative Erzähltechnik in die sensible, selbstkritische Seele des Präsidenten

Bleibt, be­schwor ich. Er ist nicht un­er­reich­bar für Eu­re Hil­fe. Ganz und gar nicht. Ihr könnt noch viel Gu­tes für ihn tun. Ihr könnt jetzt so­gar hilf­rei­cher für ihn sein als je­mals an je­nem vor­ma­li­gen Ort.

Denn sei­ne Ewig­keit hängt in der Schwe­be, Sir. Wenn er bleibt, ist das Elend, das ihn über­wäl­ti­gen wird, jen­seits Eu­rer Vor­stel­lungs­kraft.“

Ein­fach be­trach­tet han­delt es sich bei Ge­or­ge Saun­ders Ro­man um ein hoch­emo­tio­na­les Buch. Es um­schreibt die Trau­er ei­nes Va­ters, der sei­nen Sohn ge­ra­de zu Gra­be ge­tra­gen hat. 11 Jah­re war die­ser alt, als er der Di­ph­te­rie er­lag. Es ist das Jahr 1862, der To­te heißt Wil­liam, sein Va­ter Abra­ham Lin­coln. Mit­ten im Ame­ri­ka­ni­schen Bür­ger­krieg ver­liert Lin­coln sei­nen Lieb­lings­sohn. Er be­stat­tet ihn in ei­ner der Gruft in George­town, doch Ru­he fin­den sie bei­de nicht, denn Geis­ter um­schwir­ren sie. Die­se ver­ken­nen ih­ren Zu­stand und hän­gen im Bar­do fest, ei­nem Schwe­be­zu­stand zwi­schen tot und ganz tot oder zwi­schen Nir­wa­na und Wie­der­ge­burt, wenn man bei dem von Saun­ders ge­wähl­ten Be­griff aus der ti­be­ta­ni­schen My­tho­lo­gie bleibt.

Die Ge­stal­ten tum­meln sich um Wil­lie, sie sind dem Kna­ben zu­ge­wandt, des­sen Geist rat­los und ver­las­sen auf sei­ner „Kran­ken­kis­te“ sitzt. Der Va­ter kehrt in der Nacht nach der Be­er­di­gung zum Fried­hof zu­rück, auch er kann Wil­lies Zu­stand nicht ak­zep­tie­ren. Er be­freit den Kör­per sei­nes Soh­nes aus Le­sen fort­set­zen

Veröffentlicht in Lauter Lob, Rezensionen am | Getaggt , , , , , , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Sind so viele Bücher“

In „Bestseller“ untersucht Jörg Magenau die meist verkauften Titel in Deutschland und versucht eine Soziologie ihrer Leser

Die Best­sel­ler­lis­te aber sagt nichts aus über die Qua­li­tät der Bü­cher, da­für um­so mehr über die vor­herr­schen­den Vor­lie­ben im Land. Und manch­mal ist sie ei­ne Art Fie­ber­ther­mo­me­ter, an dem sich öf­fent­li­che Über­rei­zun­gen ab­le­sen las­sen.“

Was treibt ei­nen Li­te­ra­tur­ex­per­ten da­zu, ein Buch über Best­sel­ler vor­zu­le­gen? Best­sel­ler, das sind doch die Din­ger, die in Buch­han­dels­fi­lia­len bunt auf­ge­türmt Auf­merk­sam­keit su­chen und Li­te­ra­tur bes­ten­falls als Rand­er­schei­nung dul­den?

Doch wie ge­lan­gen die­se Ti­tel auf die wö­chent­li­chen Lis­ten in Spie­gel, Fo­cus und an­ders­wo? Was ist ein Best­sel­ler? Wel­che Rol­le spie­len sei­ne Le­ser? Wel­che das Mar­ke­ting? Dies sind die Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen Le­ser­be­dürf­nis­sen und Buch­markt, de­nen Jörg Ma­ge­nau in sei­nem „Best­sel­ler“ auf den Grund geht.

Auf­schluss­reich und amü­sant ana­ly­siert er, daß ein Best­sel­ler nicht nur das ist, was al­le kau­fen, und meis­tens auch le­sen, son­dern, daß die po­li­ti­schen und ge­sell­schaft­li­chen Be­din­gun­gen die­sen Pro­zess ent­schei­dend be­ein­flus­sen. Ei­nen Über­blick dar­über, was sich am häu­figs­ten in den Le­sen fort­set­zen

Veröffentlicht in Lauter Lob, Rezensionen am | Getaggt , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Vergiften für Verheiratete

Ein effektives Mittel gegen den Horst in deinem Bett liefert Sara Paborn in „Beim Morden bitte langsam vorgehen“

Gift. Im Schwe­di­schen hat das Wort zwei sehr ver­schie­de­ne Be­deu­tun­gen. Gibt es ei­gent­lich ir­gend­ei­ne an­de­re Spra­che, in der das Wort für Ehe das­sel­be ist wie das für ei­nen ge­sund­heits­schäd­li­chen bis töd­li­chen Stoff?“

Auf der Su­che nach ei­ner Som­mer­lek­tü­re, ei­nem An­ti­dot ge­gen nächt­li­che Glut­hit­ze, stieß ich auf das neu­es­te Werk der schwe­di­schen Au­torin Sa­ra Pa­born. Im Ori­gi­nal trägt es den Ti­tel Bly­bröllop, Blei­hoch­zeit, die wa­cke­re Tra­di­tio­na­lis­ten nach 43 Jah­ren Ehe fei­ern. In der Über­set­zung wur­de dar­aus ei­ne An­wei­sung wie aus dem Koch­buch „Beim Mor­den bit­te lang­sam vor­ge­hen“. Die Le­se­rin ahnt, wor­an sie ist, denkt an „Ar­sen mit Spit­zen­häub­chen“ oder an je­ne fin­di­ge Da­me, die un­lieb­sa­mes Ver­hal­ten stets mit Blau­beer­pud­ding be­lohn­te. Erst vie­le Jah­re und et­li­che Ehe­män­ner spä­ter wur­de die durch­schla­gen­de Kraft ih­res Des­serts ent­deckt und Blau­beer-Ma­rie­chen fand ih­ren Platz in der Lis­te le­gen­dä­rer Mör­de­rin­nen. Pa­borns Blei-Il­se hin­ge­gen kann nur ein sin­gu­lä­res Er­geb­nis vor­wei­sen, doch ih­re Me­tho­de birgt gro­ßes Po­ten­ti­al.

Ei­ne aus­führ­li­che An­lei­tung lie­fert die Hel­din in ih­rem Me­moir, das sie sechs Jah­re nach der Tat hin­ter­lässt. Ein Ge­ständ­nis, das nie in die Hän­de der Kin­der fal­len wird, denn Il­se lebt nach Le­sen fort­set­zen

Veröffentlicht in Gut zu lesen, Rezensionen am | Getaggt , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar