Literaturclub mit Sven Regener

Sendung vom 28.06. — „Die Geister, die ich rief”

Ich woh­ne zwar nicht in der Schweiz und kann auch nicht das Schwei­zer Fern­se­hen emp­fan­gen, muss aber na­tür­lich nicht noch meh­re­re Wo­chen, ‑dies­mal sind es tat­säch­lich sieben‑, war­ten bis ich ei­ne der bes­ten Li­te­ra­tur­sen­dun­gen des deutsch­spra­chi­gen Fern­se­hens se­hen kann.

Der Li­te­ra­tur­club vom 28.6. mit Iris Ra­disch, Traudl Bün­ger, Ju­ri Stei­ner und dem als Gast ge­la­de­nen Sven Re­ge­ner lohnt das Zu­schau­en. Dies ist vor al­lem Sven Re­ge­ner zu ver­dan­ken, der zu je­dem der vor­ge­stell­ten Ti­tel sei­ne Mei­nung mit viel Dis­kus­si­ons­freun­de äu­ßert. Und dies fun­diert und un­auf­ge­ru­fen. Das hält die Sen­dung in Schwung.

Vor­ge­stellt wer­den au­ßer dem Buch des Gas­tes Sven Re­ge­ner, Mei­ne Jah­re mit Ham­burg Hei­ner; Hein­rich von Kleist, Mi­cha­el Kohl­haas; Ka­ren Rus­sell, Swam­p­lan­dia; Leo Tu­or, Set­tem­bri­ni.

Be­ein­druckt hat mich die Dis­kus­si­on über „Mi­cha­el Kohl­haas”.  Die Fra­ge­stel­lung nach „Li­te­ra­tur­club mit Sven Re­ge­ner“ wei­ter­le­sen

Kommentarfunktion

So konn­te das ja nichts wer­den.

Wo­chen um Wo­chen war­te ich auf Kom­men­ta­re zu mei­nen Ein­trä­gen. Fra­ge mich, war­um sie aus­blei­ben. Mit­le­ser, ver­rät die Sta­tis­tik, gibt es ja ge­nug. War­um al­so schwei­gen sie bei mir be­harr­lich? We­der rei­ße noch bei­ße ich Köp­fe ab.
Ich ha­be so­gar schon er­wo­gen, klei­ne Blog-Events zu ver­an­stal­ten, nächt­li­ches Blog­gen oder täg­li­ches Preis­aus­schrei­ben.

Da lös­te sich ei­nes Ta­ges das Rät­sel, dank ei­nes net­ten Bü­cher­vo­gels, der mir ver­trau­ens­voll zu zwit­scher­te, daß es ein­fach nicht funk­tio­nie­re, die Kom­men­tie­re­rei auf mei­ner Sei­te.

Pro­blem er­kannt, Pro­blem ge­bannt, und sich ein biss­chen ge­schämt, denn es war ori­gi­nal selbst ge­bas­telt.
Al­so, vie­len Dank an den Vo­gel und an mei­nen per­sön­li­chen Haus­nerd.

Und an al­le an­de­ren: Ihr könnt jetzt un­ge­hin­dert los­le­gen und an­mel­dungs­frei kom­men­tie­ren. Eu­re E‑­Mail-Adres­se wer­de nur ich se­hen, aber kei­ne Angst, ich schrei­be nicht al­len ei­nen Lie­bes­brief.

Proust gemeinsam lesen — Ein Leseprojekt

Noch ein Proust-Blog?

Nein. An die­ser Stel­le soll ei­ne Samm­lung von Links, Ver­wei­sen, Li­te­ra­tur und Ideen ent­ste­hen, die aus ei­nem ge­mein­sa­men Le­sen von „Auf der Su­che nach der ver­lo­re­nen Zeit“ her­vor­ge­hen. Die­se Dis­kus­si­on nach fest­ge­leg­ten Le­se­ab­schnit­ten fin­det sich im Fo­rum der Buch­tausch­bör­se Tausch­ti­cket.

Zu Be­ginn sei­en auf die Sei­te des Suhr­kamp-Ver­la­ges mit den der­zeit vor­han­de­nen Aus­ga­ben ver­wie­sen, so­wie auf die der Mar­cel-Proust-Ge­sell­schaft. Die­se bie­tet zahl­rei­che wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen, dar­un­ter auch vie­le Post­kar­ten­an­sich­ten, die uns die An­kunft in Com­bray er­leich­tern.

Für den Proust­an­fän­ger oder gar für den Prou­stan­ge­ber sind in den letz­ten Jah­ren zahl­rei­che „Proust ge­mein­sam le­sen — Ein Le­se­pro­jekt“ wei­ter­le­sen

Literaturkreis 4/2010

Die­se Sei­te be­steht erst seit we­ni­gen Ta­gen, min­des­tens sechs Jah­re län­ger exis­tiert in mei­nem Wohn­ort ei­ne klei­ne Grup­pe Li­te­ra­tur­be­geis­ter­ter, die sich in re­gel­mä­ßi­gem Ab­stand zur Dis­kus­si­on in der Stadt­bü­che­rei trifft. Be­spro­chen wird ein ge­mein­sam ge­le­se­nes Buch. Die Ti­tel­wahl fällt reih­um je­dem Mit­glied zu. In un­se­rer Run­de geht es im­mer sehr ge­müt­lich und seit der Dis­kus­si­on des Bu­ches Din­ner mit An­na Ka­re­ni­na
auch ku­li­na­risch zu. Die Gau­men­freu­den und manch gu­ter Trop­fen ver­söh­nen im­mer dann, wenn die Dis­kus­sio­nen et­was leb­haf­ter wer­den. Dies ist nicht im­mer der Fall, aber manch­mal schon.

Den Ein­stieg fand un­ser Li­te­ra­tur­kreis mit dem Buch Der Al­chi­mist, wel­ches glei­cher­ma­ßen Be­geis­te­rung wie Ab­leh­nung her­vor­rief. Die letz­te Sit­zung war dem Best­sel­ler Die Bü­cher­die­bin von Mar­kus Zu­sak ge­wid­met, es über­wo­gen die po­si­ti­ven Stim­men.

Mein Ur­teil fiel nicht so gut aus. Ich er­war­te­te von der Bü­cher­die­bin kon­kre­te Aus­sa­gen über die Bü­cher, wel­che ihr das Le­ben im Drit­ten Reich mensch­li­cher ge­macht hät­ten. Mei­ne Er­war­tung wur­de ent­täuscht, wie Ihr in mei­ner Re­zen­si­on nach­le­sen könnt. „Li­te­ra­tur­kreis 4/2010“ wei­ter­le­sen

Willkommen

Le­sen un­ter­hält und macht neu­gie­rig auf die Ge­schich­te hin­ter den Ge­schich­ten. Man­ches ist ei­ne Ge­schich­te der Phan­ta­sie, man­ches phan­ta­sie­voll er­zähl­te Ge­schich­te, manch­mal so­gar ganz phan­tas­tisch.

Die­se Über­le­gun­gen be­glei­ten mich beim Le­sen ei­nes gu­ten Bu­ches und füh­ren zum Wunsch es et­was ge­nau­er wis­sen zu wol­len.

Da­mit die­ses Nach­boh­ren kein Pri­vat­ver­gnü­gen bleibt ist die­se Sei­te ent­stan­den.

Ei­ne Be­tei­li­gung der Le­ser an der li­te­ra­ri­schen Spu­ren­su­che ist er­wünscht. Kom­men­ta­re sind je­der­zeit will­kom­men.