Die Beute der Bücherdiebin

Was hat es nun mit den „ge­stoh­le­nen” Bü­chern auf sich?

We­nig fin­det sich  dar­über auf deutsch­spra­chi­gen Sei­ten. Selbst Wi­ki­pe­dia ist nicht ganz kor­rekt in der Auf­zäh­lung. Das ein oder an­de­re De­tail mag auch mir durch die Lap­pen ge­gan­gen sein. Wenn dies so ist, mel­det Euch.

Hier nun ei­ne Auf­stel­lung der Bü­cher, die im Lau­fe des Ro­mans in Lie­sels Be­sitz ge­lan­gen. Sei­en sie nun ge­fun­den, aus dem Feu­er ge­ret­tet, ge­schenkt oder tat­säch­lich ent­wen­det. Ei­ne kor­rek­te bi­blio­gra­phi­sche Er­fas­sung ist man­gels An­ga­ben lei­der nicht mög­lich. Das macht aber nichts, die Bü­cher sind fast al­le fik­tiv.

1. Am 13.Januar 1939 fin­det Lie­sel nach dem Be­gräb­nis ih­res Bru­ders auf ei­nem Münch­ner Fried­hof das Hand­buch für To­ten­grä­ber. Es trägt den Un­ter­ti­tel In zwölf Schrit­ten zum Er­folg. Wie man ein gu­ter To­ten­grä­ber wird. Her­aus­ge­ge­ben von der Baye­ri­schen Fried­hofs­ver­wal­tung und er­weist sich so­mit als Ana­chro­nis­mus. Ei­ne Fried­hofs­ver­ord­nung in Ge­stalt ei­nes Kar­rie­re­rat­ge­bers des 20. Jahr­hun­derts, der ei­nem To­ten­grä­ber­lehr­ling an­no 1939 aus der Ta­sche fällt? „Die Beu­te der Bü­cher­die­bin“ wei­ter­le­sen

Markus Zusak, Die Bücherdiebin

Ausgewählt von meinem örtlichen Lesekreis las nun auch ich den Bestseller Die Bücherdiebin.

Die Ge­schich­te ei­nes Bü­cher steh­len­den Mäd­chens wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges in Deutsch­land weck­te ganz be­stimm­te Er­war­tun­gen in mir. Ich stell­te mir vor, daß die Bü­cher zum Über­le­bens­mit­tel wer­den, um die­se Zeit der Dik­ta­tur, des Krie­ges, der Ver­fol­gung, der Not und des Hun­gers zu über­ste­hen. Ich er­war­te­te, daß der Au­tor von den In­hal­ten der Bü­cher und von ih­ren Wir­kun­gen er­zählt.

Dass der Er­zäh­ler der Ge­schich­te Ge­vat­ter Tod per­sön­lich ist, hat bei mir le­dig­lich un­spe­zi­fi­sche Fan­ta­s­yas­so­zia­tio­nen her­vor­ge­ru­fen. Ins­ge­samt war die­ser Tod eben kein „Meis­ter aus Deutsch­land”, son­dern eher ein Herr oh­ne Hut.

Wer ist ei­gent­lich das Pu­bli­kum die­ser Er­zähl­fi­gur? Die­se Fra­ge hat sich für mich nicht ge­klärt. „Mar­kus Zu­sak, Die Bü­cher­die­bin“ wei­ter­le­sen

Literaturkreis 4/2010

Die­se Sei­te be­steht erst seit we­ni­gen Ta­gen, min­des­tens sechs Jah­re län­ger exis­tiert in mei­nem Wohn­ort ei­ne klei­ne Grup­pe Li­te­ra­tur­be­geis­ter­ter, die sich in re­gel­mä­ßi­gem Ab­stand zur Dis­kus­si­on in der Stadt­bü­che­rei trifft. Be­spro­chen wird ein ge­mein­sam ge­le­se­nes Buch. Die Ti­tel­wahl fällt reih­um je­dem Mit­glied zu. In un­se­rer Run­de geht es im­mer sehr ge­müt­lich und seit der Dis­kus­si­on des Bu­ches Din­ner mit An­na Ka­re­ni­na
auch ku­li­na­risch zu. Die Gau­men­freu­den und manch gu­ter Trop­fen ver­söh­nen im­mer dann, wenn die Dis­kus­sio­nen et­was leb­haf­ter wer­den. Dies ist nicht im­mer der Fall, aber manch­mal schon.

Den Ein­stieg fand un­ser Li­te­ra­tur­kreis mit dem Buch Der Al­chi­mist, wel­ches glei­cher­ma­ßen Be­geis­te­rung wie Ab­leh­nung her­vor­rief. Die letz­te Sit­zung war dem Best­sel­ler Die Bü­cher­die­bin von Mar­kus Zu­sak ge­wid­met, es über­wo­gen die po­si­ti­ven Stim­men.

Mein Ur­teil fiel nicht so gut aus. Ich er­war­te­te von der Bü­cher­die­bin kon­kre­te Aus­sa­gen über die Bü­cher, wel­che ihr das Le­ben im Drit­ten Reich mensch­li­cher ge­macht hät­ten. Mei­ne Er­war­tung wur­de ent­täuscht, wie Ihr in mei­ner Re­zen­si­on nach­le­sen könnt. „Li­te­ra­tur­kreis 4/2010“ wei­ter­le­sen