Das Ende der Maxim-Biller-Show

Maxim Biller verlässt das Literarische Quartett — Schade!

Ich weiß ja nicht, was ich am Schreck­lichs­ten an die­sem Buch fin­de“, die­sen Satz wird so wohl nicht mehr zu hö­ren sein. We­nigs­tens nicht von Ma­xim Bil­ler, der die­ser Pro­vo­ka­ti­on stets ei­ne fun­dier­te Mei­nung fol­gen ließ. Er hat kei­ne Lust mehr auf Das Li­te­ra­ri­sche Quar­tett. Er wird feh­len.

Bil­ler brach­te Span­nung in die Bü­cher­run­de. In schar­fem Schlag­ab­tausch ver­focht er sei­ne li­te­ra­tur­kri­ti­sche Po­si­ti­on. In­halt­lich und rhe­to­risch konn­te der in­ter­es­sier­te Zu­schau­er viel ler­nen. Zu­ge­ge­ben, die ers­te Fol­ge des im Ok­to­ber 2015 neu­auf­ge­leg­ten Li­te­ra­ri­schen Quar­tetts hat­te ich noch als Ma­xim-Bil­ler-Show ab­ge­tan. Doch schnell ent­wi­ckel­te sie sich zu ei­nem der in­ter­es­san­tes­ten Li­te­ra­tur-For­ma­te im Fern­se­hen, trotz oder we­gen Bil­lers Prä­senz.

Im Schwei­zer Li­te­ra­tur­club be­sit­zen sie viel Sen­de­zeit, in der ARD De­nis Scheck. Es macht al­so gar nichts, wenn das Quar­tett viel Bil­ler zeigt. Da­mit ist es vor­bei. Liegt es an den „Das En­de der Ma­xim-Bil­ler-Show“ wei­ter­le­sen

Sehenswert — Literarische Wundertüten im TV

Literaturclub und das neue Lesenswert

Nach­dem vor ge­rau­mer Zeit der Li­te­ra­tur­club des Schwei­zer Fern­se­hens und jetzt ak­tu­ell auch Li­te­ra­tur im Foy­er ein Re­launch er­fah­ren ha­ben oder, wie es Paul Jandl nen­nen wür­de, auf­ge­pimpt, eben ver­schö­nert, mo­der­ni­siert, at­trak­ti­ver ge­macht wur­den, lohnt sich ein Blick auf die se­hens­wer­ten Li­te­ra­tur­sen­dun­gen im Fern­se­hen.

Im Li­te­ra­tur­club hat sich seit fast ei­nem Jahr man­ches ver­än­dert. Iris Ra­disch hat die Sen­dung ver­las­sen und die Mo­de­ra­ti­on an Ste­fan Zwei­fel ab­ge­ge­ben. Er dis­ku­tiert mit dem fes­ten En­sem­ble von El­ke Hei­den­reich, Hil­de­gard E. Kel­ler und Rü­di­ger Sa­fran­ski, die als Au­toren und fern­seh­taug­li­che Li­te­ra­tur­kri­ti­ker dem Pu­bli­kum be­kannt sind. Al­les fin­det nach wie vor in der ent­spann­ten At­mo­sphä­re des Zü­ri­cher Pa­pier­saals statt. Die bei­den Tre­sen, an de­nen Mo­de­ra­to­rin und Gast den Kri­ti­kern ge­gen­über sa­ßen, wur­den durch ei­ne tra­di­tio­nel­le Run­de er­setzt. Mei­ner Mei­nung nach ist „Se­hens­wert — Li­te­ra­ri­sche Wun­der­tü­ten im TVwei­ter­le­sen