Alissa Walser, Am Anfang war die Nacht Musik, Teil 2

Historisches im Roman

Das Ge­sche­hen ba­siert auf der his­to­ri­schen Epi­so­de Mes­mer-Pa­ra­dis zwi­schen Ja­nu­ar 1777 und April 1784, die Ka­pi­tel sind ent­spre­chend da­tiert.

Zu den bei­den Per­so­nen sind zahl­rei­che Auf­sät­ze und Mo­no­gra­phien er­schie­nen und es fin­den sich na­tür­lich auch In­for­ma­tio­nen ver­schie­dens­ter Cou­leur, von Wi­ki­pe­dia über Pa­ra­psy­cho­lo­gen bis Mu­sik­wis­sen­schaft­lern im Netz. Le­sens­wert ge­ra­de auch im Hin­blick auf die psy­cho­lo­gi­sche Re­le­vanz der Mes­mer­schen The­ra­pie scheint die 1990 er­schie­ne­ne, im Han­del lei­der ver­grif­fe­ne, Mes­mer-Bio­gra­phie des fran­zö­si­schen Schrift­stel­lers und Psych­ia­ters Thuil­lier. Jean Thuil­lier, Die Ent­de­ckung des Le­bens­feu­ers. Franz An­ton Mes­mer. Ei­ne Bio­gra­phie. Zsol­nay, Wien und Darm­stadt 1990. Da­ge­gen ist die Ma­ria The­re­sia Pa­ra­dis ge­wid­me­te Bio­gra­phie der Mu­sik­wis­sen­schaft­le­rin Fürst re­la­tiv ak­tu­ell. Ma­ri­on Fürst, Ma­ria The­re­sia Pa­ra­dis. Mo­zarts be­rühm­te Zeit­ge­nos­sin (2005)

Die­sel­be Au­torin ver­fass­te den Ar­ti­kel zu Ma­ria The­re­sia Pa­ra­dis im Le­xi­kon Mu­sik und Gen­der „Mu­gi“. „Alis­sa Wal­ser, Am An­fang war die Nacht Mu­sik, Teil 2“ wei­ter­le­sen

Alissa Walser, Am Anfang war die Nacht Musik, Teil 1

Teil 1. Rezension

Die­ser Ro­man spielt im letz­ten Drit­tel des 18. Jahr­hun­derts in Wien und er­zählt ba­sie­rend auf ei­ner his­to­ri­schen Be­ge­ben­heit das Zu­sam­men­tref­fen von Franz An­ton Mes­mer (1734–1815) und Ma­ria The­re­sia Pa­ra­dis (1759–1824), der Toch­ter ei­nes Wie­ner Hof­be­am­ten. Bei­de ver­bin­det ih­re Be­rühmt­heit. Der Arzt Mes­mer macht durch sei­ne Ma­gnetthe­ra­pie und sei­ner Ab­kehr von der her­ge­brach­ten Schul­me­di­zin von sich Re­den. Ma­ria The­re­sia Pa­ra­dis be­geis­tert die Wie­ner Ge­sell­schaft durch ihr vir­tuo­ses Kla­vier­spiel. Vor al­lem hat sie die Kai­se­rin von ih­rem Ta­lent über­zeugt, die der er­blin­de­ten Mu­si­ke­rin, ei­ne Leib­ren­te ge­währt. Ei­ne nicht un­er­heb­li­che Gna­de und Ein­nah­me für die Fa­mi­lie, sind doch die Aus­sich­ten für die be­gab­te Toch­ter ei­ne ehe­li­che Ver­bin­dung zu fin­den ge­ring, nicht nur we­gen ih­rer Blind­heit, son­dern vor al­lem we­gen ih­res Er­fol­ges. „Alis­sa Wal­ser, Am An­fang war die Nacht Mu­sik, Teil 1“ wei­ter­le­sen