Auf zu den Erbseninseln

Doris Brockmann entdeckt das kleinste Archipel Europas, die Erbseninseln

erbseninseln

 

Die Insel Græsholm macht ihrem Namen wenig Ehre. Wo einst sattes Grasgrün leuchtete, beleidigt nun gesättigtes Cremeweiß den Blick des Naturfreundes. Schuld sind die Vögel! Die gefiederten Nichtsnutze! Eigentlich könnten sie von Nutzen sein. Aus ihren sämigen Exkrementen ließe sich 1‑a-Guano gewinnen, zur Freude der Landwirte und der Sprengstoffhersteller. Die einen hätten prima Dünger, die anderen prima Salpeter zum Bombenbauen. Aber nein. Die Vögel wollen unter sich bleiben,…“

 

 

Wollen wir den nächsten Urlaub nicht mal auf einer Insel verbringen?

Wenn sie für einen Spaziergang groß genug ist, wenn sie Küche und Kultur hat, warum nicht? Wo liegt sie denn?

In Dänemark.

Oh je, da waren wir doch oft genug. Den Wein muss man einschmuggeln und die „Auf zu den Erbseninseln“ weiterlesen

Damenroman

Was übrig bleibt” — Sigrid Combüchen erzählt von Frauen und Damen damals und heute

Was zum Teufel soll ein Damenroman sein und möchte man etwas Derartiges überhaupt lesen?

Die in Schweden aufgewachsene deutschstämmige Sigrid Combüchen lässt diese Bezeichnung von ihrer Erzählerin folgendermaßen erklären.

Ein Damenroman handelt natürlich von Kleidern und Schmuck und Aussehen und Illusionen über die Liebe und „jedes Mädchen soll für einen Tag im Leben eine Prinzessin sein dürfen“.

Eine Seite zuvor wird der dänische Literat Georg Brandes (1842–1927) angeführt, der mit diesen Spottbegriff gewisse Frauenromane belegte. Wir mögen an Rosamunde Pilcher denken, Herr Brandes dachte an Victoria Benedictsson (1850–1888). Doch zu diesem klischeereichen traditionellkonservativen Schicksalsschilderungen zählt Combüchens Roman keineswegs.

In „Was übrig bleibt“ schildert sie die Entwicklung der jungen Hedda, die für sich, im ländlich-bürgerlichen Milieu der Dreißigerjahre schwierig genug, eine Ausbildung in Stockholm durchsetzt. Sie nimmt allerdings kein Studium auf, was „Damenroman“ weiterlesen