Maria will kein Puppenheim

Stephan Thome erzählt nach Hartmuts Fliehkräfte(n) nun von Marias Gegenspiel

GegenspielDu wirst es nicht hö­ren wol­len, aber in ei­ner Ehe re­det man nicht über das Wich­ti­ge. Man re­det ein­fach, über al­les Mög­li­che. So über­zeugt man sich da­von, dass das, wor­über nicht ge­re­det wird, auch nicht wich­tig sein kann.“

Selbst ei­ne lan­ge Ehe ga­ran­tiert nicht im­mer ei­ne dau­ern­de Be­zie­hung, von ei­ner le­bens­lan­gen Lie­be ganz zu schwei­gen, oft wird sie nicht erst durch den Tod ge­schie­den. Laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt hat sich die Zahl der Tren­nun­gen in sol­chen Ehen in den letz­ten Jahr­zehn­ten mehr als ver­dop­pelt. An­ders als der im Ro­man kol­por­tier­te Witz, das Le­ben als Paar be­gin­ne erst, wenn die Kin­der fort und der Hund tot sind, füh­ren ge­nau die­se Ver­än­de­run­gen oft zum En­de ei­ner Be­zie­hung.

Auch die Ehe in Ste­phan Tho­mes neu­em Ro­man Ge­gen­spiel“ scheint ge­fähr­det. Das Paar, Hart­mut, an die 60, Phi­lo­so­phie­pro­fes­sor in Bonn, und sei­ne Frau Ma­ria le­ben seit ei­nem Jahr in ver­schie­de­nen Städ­ten. Ma­ria übt in „Ma­ria will kein Pup­pen­heim“ wei­ter­le­sen