Sushi Murakami – Der Mann, der den Zügen nachsah

Das 9. Kapitel

Tsukuru eilt zu einem Treffen mit Sara. Zwischen zwei Geschäftsterminen will sie ihn über ihre Nachforschungen informieren. Zu vier Freunden hat sie Informationen im Netz gefunden, nur in Kuros Fall musste sie telefonieren. Und obwohl ihr die neuen Techniken bei ihrer Recherche sehr nützlich waren, beklagt sie sich darüber (s. Weisheit).

FotoZwei Freunde leben nach wie vor in Nagoya. Ao arbeitet bei Lexus, Akas Firma veranstaltet Business-Seminare. Kuro hingegen ist nach Finnland gezogen und Shiro lebt nicht mehr.  Sie wurde ermordet, die Tat selbst verschweigt Sara allerdings, Tsukuru solle sie selbst herausfinden. Das wird ihm kaum schwerfallen, wie sein Blick auf ihre Fingernägel beweist, entgeht seinem Spürsinn nichts. „Sie waren in der rötlich braunen Farbe ihrer Handtasche lackiert und sahen sehr hübsch aus. Tsukuru hätte ein Monatsgehalt darauf verwetten können, dass das kein Zufall war.“

Sara verschwindet zu ihrem Termin. Tsukuru bleibt schockiert und traurig zurück. Wo soll er hin? Anstatt sich in irgendeiner Kneipe zu betrinken, tröstet ihn der Schienenverkehr. Am Bahnsteig sitzend beobachtet er Züge und Menschen, das stete Kommen und Gehen „und wie immer faszinierte ihn die Wiederholung“. Hier überschneiden sich Figur und Autor.

 

Literatur: Arthur Conan Doyle, Die vergessene Welt

Musik: Liszt

Weisheit: „Obwohl wir eigentlich in einer Zeit zunehmender Beziehungslosigkeit leben, sind wir von so vielen Informationen über andere Menschen umgeben. Wenn man will, kann man sich ganz leicht Zugang zu diesen Informationen verschaffen. Und doch wissen wir fast nichts über andere Menschen.“

Cliffhanger im letzten Satz: „Doch es gab etwas, das er tun musste.“

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