Kafkas letzte Liebe

Liebe und Leid in Michael Kumpfmüllers Kafka-Roman „Die Herrlichkeit des Lebens“

19360_Kumpfmueller_Herrlichkeit.inddSie sit­zen am Strand und er­zäh­len sich Ge­schich­ten vom War­ten. Auch der Dok­tor hat sein hal­bes Le­ben ge­war­tet, zu­min­dest ist das im Nach­hin­ein sein Ge­fühl, man war­tet und glaubt nicht dar­an, dass noch je­mand kommt, und auf ein­mal ist ge­nau das ge­sche­hen.“

Ei­nes vor­weg, man muss kein Kaf­ka-Ken­ner sein um die­sen Ro­man zu le­sen, auch wenn Mi­cha­el Kumpf­mül­ler die­sen Dich­ter zur Haupt­fi­gur macht. Der Na­me Kaf­ka taucht in die­sem Buch gar nicht erst auf, es ist im­mer der Dok­tor oder Franz. Des­sen letz­tes Le­bens­jahr schil­dert Kumpf­mül­ler mit al­lem durch die Tu­ber­ku­lo­se ver­ur­sach­tem Leid, aber auch mit al­lem Glück, das die Lie­be schenkt.

Kom­men, Blei­ben, Ge­hen, die drei mit an­nä­hernd 80 Sei­ten gleich gro­ßen Tei­le des Ro­mans er­zäh­len mit sug­ges­ti­ver Kraft die Ge­schich­te ei­ner gro­ßen Lie­be, der zwi­schen Franz Kaf­ka und Do­ra Dia­mant.

Sie be­geg­nen sich 1923 im Ost­see­bad Mü­ritz, wo Franz sei­ne Schwes­ter El­li und „Kaf­kas letz­te Lie­be“ wei­ter­le­sen