Proust — Logenplätze

Im Baignoire der Herzogin — (Bd. 3,1)

Von all den Grot­ten aber, auf de­ren Schwel­le leicht­sin­ni­ge An­teil­nah­me an den Wer­ken der Men­schen die neu­gie­rigs­ten, un­nah­ba­ren Göt­tin­nen lock­te, war die be­rühm­tes­te je­nes halb­dunk­le Ge­bil­de, das un­ter dem Na­men Bai­gnoi­re der Fürs­tin von Guer­man­tes be­kannt war.“ S. 50f.

Durch ei­nen Mi­nis­te­ri­al­kol­le­gen sei­nes Va­ters er­hält der jun­ge Er­zäh­ler zwei Bil­lets für ei­nen Ga­la­abend in der Oper und da­mit die Chan­ce der ge­such­ten Ge­sell­schaft nä­her zu kom­men. Zu­gleich er­war­tet ihn ei­ne Vor­stel­lung mit der von ihm einst so ver­ehr­ten Ber­ma, die auch dies­mal wie­der in Ra­ci­nes Phèd­re auf­tritt. Al­ler­dings ist das ne­ben­ran­gig, viel stär­ker in­ter­es­siert ihn der Auf­tritt all der Fürs­ten, Prin­zen, Prin­zes­sin­nen, Her­zo­gin­nen, kurz des Pa­ri­ser Adel und sei­ner Apa­na­ge, denn die­se „Proust — Lo­gen­plät­ze“ wei­ter­le­sen