Literaturpreis–Glücksspiel

Literaturpreis Alpha 2015

Nach­dem in die­sem Jahr ei­ne Ver­qui­ckung von Nach­läs­sig­keit und Über­druss mich von Li­te­ra­tur­prei­sen fern­hielt, soll ei­ner doch Be­ach­tung fin­den, al­lei­ne, weil ich die Kom­bi­na­ti­on von Ca­si­no und Hoch­kul­tur un­nach­ahm­lich fin­de. Ist das ei­gent­lich schon nach Las Ve­gas vor­ge­drun­gen? Viel­leicht bau­en sie ja dort ei­ne schö­ne Ko­pie des Frank­fur­ter Rö­mer und ver­an­stal­ten ein DBP-Re­make?

In un­se­rem Nach­bar­land sind sie schon seit 2010 so weit. Fe­lix Aus­tria hat in den gleich­na­mi­gen Ca­si­nos nicht nur Glück beim Spiel, son­dern auch mit der Kul­tur­för­de­rung. Die ist im Fal­le des Al­pha-Prei­ses „Literaturpreis–Glücksspiel“ wei­ter­le­sen

Alpha-Preis 2014 – Die Shortlist

Alpha, Beta und die anderen

Auf den Al­pha-Preis bin ich im letz­ten Jahr auf­merk­sam ge­wor­den. Al­pha? Nein, nix Sek­te und Sci­ence, wo­bei sich das ja eh per de­fi­ni­tio­nem aus­schließt, son­dern Glücks­spiel und Li­te­ra­tur. Das passt! Ist es nicht oft ei­ne Fra­ge des Glücks, wer auf wel­chen Li­te­ra­tur­preis­lis­ten lan­det und ist nicht letzt­end­lich al­les ei­ne Fra­ge des Gel­des?

So er­scheint es fast fol­ge­rich­tig, daß die Ca­si­nos Aus­tria heu­er zum fünf­ten Mal das li­te­ra­ri­sche Glücks­spiel um den Al­pha-Preis aus­schrei­ben. Er­son­nen von Vor­stands­di­rek­tor Mag. Diet­mar Ho­scher (ein wei­te­rer Grund im nächs­ten Le­ben die Ge­burt in Ös­ter­reich an­zu­stre­ben, dort trägt man den Ma­gis­ter als Ti­tel) för­dert der Preis Nach­wuchs­ta­len­te (sic!). Ein­zi­ge Be­din­gun­gen, sie müs­sen ech­te Ös­ter­rei­cher oder Wahlös­ter­rei­cher sein, not­falls reicht auch ein ös­ter­rei­chi­scher Ver­lag und sie dür­fen nicht mehr als drei (sic!) li­te­ra­ri­sche Ver­öf­fent­li­chun­gen auf­wei­sen.

Ist dies er­füllt, kön­nen sie ihr Buch ein­rei­chen. Aus der Flut an Li­te­ra­tur trifft „Al­pha-Preis 2014 – Die Short­list“ wei­ter­le­sen

Alpha-Preis 2013

Literatur und Glücksspiel

Die ge­gen­sei­ti­ge Wahr­neh­mung li­te­ra­ri­scher Neu­erschei­nun­gen scheint in­ner­halb der deutsch­spra­chi­gen Nach­bar­län­der noch im­mer dis­kre­pant zu sein. Dies stell­te jüngst die ös­ter­rei­chi­sche Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin Da­nie­la Stri­gl, die in die­sem Jahr den Al­fred-Kerr-Preis für Li­te­ra­tur­kri­tik er­hielt, in ei­nem In­ter­view her­aus. Auch im Bei­trag des ös­ter­rei­chi­schen Li­te­ra­tur­ge­flüs­ters zum Deut­schen Buch­preis kling die­ses an.

Der­art sen­si­bi­li­siert weck­te die Be­kannt­ga­be der Short­list des ös­ter­rei­chi­schen Buch­prei­ses Al­pha be­son­de­res In­ter­es­se bei mir. Es han­delt sich um neun Ti­tel von neun Au­toren, die mir zum Teil durch ih­re Le­sun­gen im Bach­mann­wett­be­werb be­kannt sind, dar­un­ter Isa­bel­la Fei­mer, Ju­lya Ra­bi­nowich und Cor­du­la Si­mon. „Al­pha-Preis 2013“ wei­ter­le­sen