TddL ’18 — Well-made Wettbewerb?

Eine Nachlese

Al­les ist ei­ne Fra­ge der Spra­che“, der Satz In­ge­borg Bach­manns fiel häu­fig beim dies­jäh­ri­gen Bach­mann-Wett­be­werb und er lei­te­te auch die Ab­stim­mung am Sonn­tag­vor­mit­tag ein. Mo­de­ra­tor Chris­ti­an An­ko­witch zi­tier­te al­ler­dings auch ei­nen Satz aus Fer­i­dun Zai­mo­g­lus Er­öff­nungs­re­de, des­sen Aus­sa­ge „wir ste­hen bei den Ver­las­se­nen“ im Hin­blick auf die Preis­ver­ga­be fast pro­gram­ma­tisch scheint.

Mich hat das Spek­ta­kel sehr über­rascht. Ich war er­staunt, daß in­ter­es­san­te Tex­te die­ses Jahr­gangs auf der Short­list fehl­ten. Dort fan­den sich die Au­toren Bov Bje­rg, Joshua Groß und die Au­torin­nen Öz­lem Öz­gül Dündar, Ra­phae­la Edel­bau­er, Al­ly Klein, Tan­ja Mal­jart­schuk und An­na Stern. Letz­te­re war ei­ne un­ver­ständ­li­che Wahl. Die ve­he­men­te Kri­tik an ih­rem Text wäh­rend der Ju­ry­dis­kus­si­on er­wies sich schließ­lich so­gar bei der Ab­stim­mung nicht als Hin­der­nis. Sie er­hielt für „War­ten auf Ava“ den 3sat-Preis, selbst  sehr über­rascht, wie ih­re ver­blüff­te Mie­ne zeig­te. Das Er­stau­nen war ver­ständ­lich „TddL ’18 — Well-ma­de Wett­be­werb?“ wei­ter­le­sen