Von Affenliebe und Männerängsten

Thomas Lang erzählt in „Jim” von Männerleiden

Halten Sie einen Affen im Garten? Wohl kaum. Wenn nicht die Größe Ihres Garten dagegen spricht, so doch eindeutig jede deutsche Klein- und Großgartenverordnung.

Thomas Lang hingegen lässt genau das geschehen in seiner Erzählung „Jim“. Jim ist ein Orang Utan, von Tierschützern aus unwürdiger Käfig-existenz befreit darf er bis zum Rücktransport in seine Heimat im Garten von Anna Opitz verweilen.

Deren Ehemann Frank trägt nicht nur den Namen eines berühmten Dichters, er möchte auch selbst einer sein. Während seine Frau dem Gelderwerb nachgeht bleibt er zu Hause und wartet auf die Inspiration. Seine Bemühungen einen Auftragsartikel fertigzustellen scheitern jedoch an seiner momentanen Lebensdisposition, dem Leid. Besser den Leiden, denn Opitz leidet an so vielem, an seiner nachlassenden Kraft, Schaffenskraft, Körperkraft, Anziehungskraft, und ganz besonders an dem Schwund seiner sexuellen Kraft.

Der Auslöser dieser Potenzproblematik ist ein Phantomschmerz, der seine „Von Affenliebe und Männerängsten“ weiterlesen