Proust – Standesschranken

Ein Abend mit Robert de Saint-Loup, Bd. 3, 555–580

GuermantesDie sel­te­nen mit ihm zu zweit ver­brach­ten Stun­den, be­son­ders aber die­se, sind mir seit­her un­ver­gess­lich ge­blie­ben. Für ihn wie für mich war dies ein Abend der Freund­schaft. Und doch brach­te ich ihm wohl (aus die­sem Grund auch von Ge­wis­sens­bis­sen ge­plagt) in je­nem Au­gen­blick kaum, so fürch­te ich, ei­ne Freund­schaft von der Art ent­ge­gen, wie er sie mir am liebs­ten ein­ge­flößt ha­ben wür­de.“

Saint-Loup ist auf Front­ur­laub, sei­nen ein­zi­gen Abend in Pa­ris will er mit Mar­cel ver­brin­gen. Er bit­tet, ihn in ein Re­stau­rant zu be­glei­ten. In die­sem Gast­haus trifft sich Ro­bert sehr oft mit sei­nen ad­li­gen Freun­den, Mar­cel hin­ge­gen war noch nie dort. Als die Kut­sche vor dem Ein­gang die­ses Lo­kals, ei­ner neu­mo­di­schen Re­vol­ver­tür, hält, for­dert Ro­bert den Freund auf schon ein­zu­tre­ten, wäh­rend er den Kut­scher be­zahlt. Es ist sehr kalt an die­sem Abend und Mar­cel sehr emp­find­lich.

Ob­gleich das Re­stau­rant nur ei­nen ein­zi­gen Gast­raum be­sitzt, be­her­bergt es zwei „Proust – Stan­des­schran­ken“ wei­ter­le­sen